Nikolaus von Polen

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Lexikon des Mittealters Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Nikolaus von Polen (Niklas von Mumpelier, magister Nicolaus de Monte Pessulano; um 1225 – nach 1316). Deutschstämmiger Bruder und Mönchsarzt des Krakauer Dominikanerkonvents. Zwischen 1248 und 1270 hat er sich in Montpellier – wahrscheinlich an der dortigen Schule seines Ordens – medizinische Kenntnisse angeeignet. 1271 kehrte er nach Krakau zurück und fand Anschluss an piastische Herrscherfamilien, für die er als Leibarzt, Kanzleiberater und Notar tätig war. Wohl kurz nach 1278 hat er sich in den Laienstand versetzen lassen; er heiratete und hatte mehrere Kinder. Die ihm für seine Verdienste übertragenen Privilegien, Ländereien und Eigenleute haben Nikolaus zum wohl reichsten Arzt des Mittelalter gemacht; in den seiner Herrschaft unterstellten sechs Dörfern führte er deutsches Recht ein.

Nikolaus ist für die Geschichte der Medizin insofern von Bedeutung, als das Konzept einer „erfahrungsheilkundlichen Ganzheitsmedizin“ entwickelte, das in scharfem Gegensatz zu der Schulmedizin und der quantifizierenden Pharmakologie stand, wie er sie in Montpellier kennengelernt hatte. An die Stelle der Wissenschaft setzte er die „Erfahrung“ (des Okkulten), an die Stelle des Arztes den „empirischen“ Heiler, statt der herkömmlichen pharmkologischen Präparate verordnete er sein ganzheitlich-sympathetisches ®“Empiricum“. Dieses als Amulett zu tragende „Arzneimittel“ konnte u.a. Otternfleisch, Schlangenfett, Grillen, Fliegen, Würmer oder Laubfroschherzen enthalten und wirkte derart, dass tugendhafte Patienten geheilt, lasterhafte aber zu Tode gebracht wurden. (Der schwunghafte Handel mit dem nikolaischen Empirikum lässt zum einen auf die Tugendhaftigkeit seiner Klientel schließen, zum anderen förderte es den Beruf des „slangenvengaere“.) Über seine Lehren verfasste er den „Antihippocras“ (Anti-Hippokrates, ein Pamphlet in leoninischen Hexamtern), sowie „Exempla“ (acht Drogenmonographien in Prosa) und die – von einem späteren Redaktor herausgegebene – „Hübsch Chirurgia“ (ein chrirugisches Manual mit Rezeptteil).

Man kann davon ausgehen, dass Nikolaus eine starke charismatische Persönlichkeit war, da seine obskure Lehre eine regelrechte naturheilkundliche Bewegung ausgelöst hat und noch Bedeutung für die Lehren des Paracelsus haben sollte.

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