Organum

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Lexikon des Mittealters Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Organum (lat., v. grch. organon = Werkzeug, Instrument). Eine mehrstimmige liturgische Kunstmusik des Mittelalter Das „Alte Organum“ der Zeit zwischen 900 und 1130 wurde als „concentus concorditer dissonans“ (Verschmelzung beider Stimmen bei Erhaltung ihrer Eigenart) bezeichnet. Möglicherweise leitete sich diese Musizierweise vom Orgelspiel her, bei dem (etwa an der Domorgel von Winchester) zwei Mönche die Klaviatur bedienten; der eine spielte die „vox principalis“, der andere die „vox organalis“ eines organums. Die zweite Stimme bewegte sich im Oktav-, Quint- oder Quartabstand parallel zur Hauptstimme. Beispiele für frühe Organa sind in Musiktraktaten enthalten, deren bekannteste die ®“Musica Enchiriadis“ (aus der 2. Hälfte des 9. Jh.), die Bamberger Scholien und der „Micrologus de disciplina artis musicae“ (um 1030) sind. Als Höhepunkt des neuen, „klassischen“ Organums der ®“Notre-Dame-Epoche“ gelten drei- und vierstimmige Kompositionen (organa tripla, quadrupla). Den langgedehnten Einzeltönen des Cantus firmus (über mehr als 130 Takte) war ein kunstvolles Geflecht straff rhytmisierter Oberstimmen überlagert (Vokalisen-Organum). Das wichtigste Schriftzeugnis ist das „Magnus Liber Organi de Graduali et Antiphonario pro Servilio Divino Multiplicando“ des Magister Leoninus (um 1200).

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