Pinge

Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen“ auf 111 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Pinge (mhd. binge = Vertiefung, Graben; hier: Schürfgrube zur Gewinnung von oberflächennahem Eisenerz). In der Bergmannssprache ein Bodendenkmal in Trichterform, entstanden durch Einsturz urgeschichtlicher und mittelalterliche Grubenbauten. Anzutreffen zu Hunderten bis zu Tausenden in vielen Regionen Deutschlands (z.B. bei Kelheim, bei Sachsenburg im Erzgebirge), zumeist kreisrund und mit einem Durchmesser von bis zu 12 m und einer Tiefe von mehreren Metern. Stets in Wäldern oder nicht überpflügtem Gelände. Häufig mit Schlackenhalden vergesellschaftet. Mancherorts werden derartige Trichtergruben wegen volkstümlicher Missdeutung als “Schwedenlöcher” bezeichnet – hielt man sie doch für in Kriegszeiten angelegte Flucht- und Versteckplätze.

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