Prämonstratenser




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Prämonstratenser (Ordo Praemonstratensis, OPraem.; Norbertiner). Der Kanoniker Norbert von Xanten (ca. 1080 – 1134) gründete 1120 im Tal von Premontre (Vallis praemonstrata, bei Laon. “Praemonstratum”, weil das Tal seinem Gründer im Traum “vorgezeigt” worden war.) eine nach der Augustinusregel verfasste Chorherrengemeinschaft, die 1126 von Honorius II. als “Chorherren des hl. Augustinus nach den Gebräuchen der Kirche von Premontre” bestätigt wurde. Der klerikale Status der Prämonstratenser lag zwischen dem von Mönchen und demjenigen von Weltgeistlichen. Norbert selbst wurde 1126 zum Erzbischof von Magdeburg ernannt, und sorgte für die Verbreitung seines Ordens zur Christianisierung und Kolonisierung in Mittel-, Ost- und Norddeutschland. Nach dem Vorbild der Zisterzienser war der Orden zentralistisch organisiert und stützte sich in der alltäglichen Arbeit auf Laienbrüder; dem Generalabt von Premontre unterstanden zeitweilig rund 3.000 Klöster in bis zu 30 Ordensprovinzen (Zirkarien), darunter solche in Spanien, Italien, Ungarn, Böhmen, Polen, Skandinavien, Frankreich, Lothringen, Deutschland und auf den britischen Inseln. 1188 gestand Clemens III. den Prämonstratensern eigene Pfarreien zu, um ihrem seelsorgerischen Anliegen entgegenzukommen, das sie über der missionarischen Arbeit nie aufgegeben hatten. Daneben war die karitative Tätigkeit des Ordens von Bedeutung: fast alle Stifte unterhielten Hospize (ad pauperum curam et hospitalitatem = zur Pflege und Beherbergung der Armen).

1409 erlangte der Orden von Papst Alexander V. weitgehende Befreiung (Exemtion) von der bischöflichen Jurisdiktion und Visitation.

Die Ordenstracht der Chorherren (Talar, Skapulier, Zingulum und Birett) war aus weißer Wolle (daher die Bezeichnung ordo candidus). Deutsche Ordensstifte bestanden u.a. in Magdeburg, Brandenburg, Riga, Havelberg und Ratzeburg, in Oberzell bei Würzburg, Sulz bei Rothenburg, Lochgarten, Knechtsteden bei Köln und Schäftersheim bei Mergentheim.

Ursprünglich waren alle Stifte der Prämonstratenser Doppelklöster. Wegen disziplinarischer Probleme wurden 1140 die Nonnen in eigene Häuser nahe den Abteien umgesiedelt und mit eigenen Gütern ausgestattet. In der Folgezeit entstanden in Deutschland, Friesland, Böhmen und Polen zahlreiche Prämonstratenserinnen-Klöster, deren Nonnen unter einer Priorin ein streng klausuriertes und kontemplatives Leben führten. Ein im 13. Jh. erlassenes Verbot für die Aufnahme von Novizinnen wurde auf Druck des Adels zurückgezogen.




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