Prüm

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Lexikon des Mittealters Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Prüm. Benediktinerabtei am SO-Fuß der Schnee-Eifel, gegründet 721 auf Betreiben Bertradas, der Gattin Pippins d. Jüngeren, durch iro-schottische Mönche aus Echternach, die nach der Regel des irischen Heiligen Columban lebten. Schenkungen des fränk. Königshauses brachten reichen Grundbesitz, landwirtschaftliche Güter und Weingärten. Um 750 erneuerte Pippin die Klostergründung, besetzte es mit Benediktinermönchen aus St. Faron bei Paris und stiftete hochrangige Reliquien (die Sandalen Jesu und Teile seiner Dornenkrone, Gebeine der Heiligen Drei Ärzte). Unter Karl d. Gr., der Prüm zu seinem Hauskloster erklärte (782) und reich beschenkte, kamen Schule und Skriptorium des Klosters zu höchster Blüte. 799 soll Papst Leo III. im Beisein Karls die Klosterkirche geweiht haben. Aus dem Jahr 848 stammt das „Martyrologium“ des Mönches Wandalbert von Prüm, ein kalendarisch geordnetes Lehrgedicht zu landwirtschaftlichen Arbeiten. Außerdem verfasste er eine vita des Missionars Goar, der im 6. Jh. am Mittelrhein gewirkt hatte. 792 kam Karls Sohn Pippin der Bucklige wegen eines Aufstands gegen den Vater nach Prüm in Klosterhaft. Kaiser Lothar I. bereicherte das Kloster u.a. durch die Vergabe von Markt- und Münzrechten und durch das „Prümer Messbuch“, ein Evangeliar mit Goldschrift und hervorragenden Miniaturen. Er trat an seinem Lebensende als einfacher Mönch in das Kloster ein, starb wenige Tage später (am 29. Sept. 855) und wurde in der Abteikirche beigesetzt. Um die Mitte des 9. Jh. wurde Hugo, der Sohn Lothars II., der wegen Aufruhrs geblendet worden war, nach Prüm in Klosterhaft getan; im Jahr darauf starb er. 892 wurde Prüm, das schon zehn Jahre davor Ziel eines Normannenraubzugs gewesen war, erneut von den Normannen geplündert und niedergebrannt. Abt Regino von Prüm (892 -899) setzte mit großer Energie den Wiederaufbau durch. Er wurde als Schriftsteller bekannt, allerdings entstanden die meisten seiner Werke nicht hier, sondern – nach seiner Vertreibung – in Trier. Unter Heinrich II. wurde Prüm – zusammen mit anderen Reichsklöstern – reformiert. Um 1300 setzte der Niedergang der Abtei ein.

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