Schlachten




Schlachten (mhd. slaht(e) = Schlachtung, Schlacht, Feldschlacht). Als äußerstes und riskantestes Mittel der Kriegsführung wurde die offene Feldschlacht gesucht, umsomehr, sofern man sich zahlenmäßiger Überlegenheit oder des Beistands himmlicher Mächte gewiss sein konnte. Häufiger suchte man den Gegner durch Verwüstung und Plünderung seiner Länder, Dörfer und Städte zu zermürben, ihn in einem befestigten Ort (Burg, Stadt) zu bis zur Aufgabe zu belagern oder ihn durch Geiselnahme zu erpressen.

Feldschlachten wurden geschlagen gegen einfallende Fremde (Hunnen, Awaren, Magyaren, Wikinger, Araber) oder zwischen benachbarten Streitparteien. Am frühen Morgen des Kampftages wurden Messen gelesen, wurde Gottes Beistand erfleht und Schlachtparolen ausgegeben (So traten etwa in der Schlacht von Dürnkrut die Truppen Rudolfs mit der Losung “Rom, Rom, Christus, Christus” an, die gegnerischen Böhmen hatten die Losung “Praha, Praha” ausgegeben.) Als Erkennungszeichen dienten auch Fahnen, Banner, Wappenschilde (“herezeichen an dem schilte”) und Zeichen (etwa rote Kreuze) an der Kleidung.

Die im Feld aufeinandertreffenden Heerhaufen waren anfangs planvoll in tiefgestaffelte Blöcke von Berittenen und Fußsoldaten gegliedert, doch dürfte die Ordnung während des Kampfes gestört worden sein: da zersprengten Berittene die Reihen des Fußvolks, dort wurden die Kampfblöcke durch Pfeilsalven gelichtet; letztlich zerfielen die Parteien in Fliehende und Verfolger. Die Strategie wechselte je nach Kampfesweise der Gegner, nach Art der Bewaffnung und nach Natur des jeweiligen Geländes. Sie dürfte oft durch unvorhersehbare Ereignisse wie Disziplinlosigkeit oder Panik zunichte gemacht worden sein. Am Ende des Treffens stand das Töten und Ausplündern jener, denen die Flucht wegen einer Verwundung nicht geglückt war – es sei denn, sie waren hohen Standes und als Geiseln von Wert.

Nicht immer war eine Feldschlacht von ritterlicher Kampfesweise bestimmt. Man bediente sich im Hinterhalt versteckt gehaltener Abteilungen, um in den Vorteil eines Überraschungsangriffs zu kommen, und scheute auch nicht davor zurück, barbarische, nichtchristliche Reiterhorden als Verbündete einzusetzen.

(s. Fahne, Fußvolk, Geisel, Heerfahrt, Krieg, Kriegsgefangene, plündern, Söldner, Waffen)




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