Schlachtross




Jetzt neu verfügbar, das umfassende Lexikon über das Mittelater, mit mehr als 3.900 Seiten und über 6.400 Einträgen. Download als eBook ist hier verfügbar.

Das Nachschlagewerk gibt einen umfangreichen Überblick über die Zeit des Mittelalters, erfahre hier mehr darüber!

Schlachtross (mhd. kampfros; lat. dextrarius). Ein gerüsteter und gewaffneter Ritter konnte bis über 130 kg. wiegen, was zur Züchtung eines schweren und dennoch wendigen Kriegspferdes zwang. Die Tiere hatten ein Stockmaß von etwa 1,45 m, waren also verglichen mit heutigen Kaltblütern von kleinerem Rahmen und weit weniger mächtig bemuskelt. Es wurden ausschließlich Hengste als Schlachtrosse abgerichtet. Ihre Sturmgangart, die sie nicht lange durchhalten konnten, kam einem langsamen kurzen Galopp, wenn nicht einem Trab nahe, einer Gangart, die für voll gerüstete Reiter besonders anstrengend gewesen sein muss. Am hölzernen, ledergepolsterten Sattel waren die Steigbügel befestigt, in denen sich der Ritter zum Kampf aufstellte. Gezäumt war auf Kandare (Hebelstangentrense), bestehend aus Mundstück, Hebelstangen (samt Zügeln) und Kinnkette. Bei Zug an den Hebelstangen wird der Unterkiefer des Pferdes zwischen Mundstück und Kinnkette gequetscht. Das Schlachtross des Spätmittelalter wurde zum Turnier mit einer beinahe bodenlangen Pferdedecke (kovertiure, rossekleit) behängt, welche die Farben und das Wappen des Ritters trug. Am Ende des 15. Jh. kam der Rossharnisch auf, eine Plattenpanzerung für Rumpf, Hals und Kopf des Tieres.

Besondere Anforderungen wurden an Turnierpferde gestellt: häufig war deren Größe vorgeschrieben, sie mussten gleichmäßige, saubere Gänge haben und in der Lage sein, frontal auf einen Gegner anzusprengen ohne auszubrechen. Wegen der schweren Panzerrüstung mussten Turnierkämpfer besonders kräftige Pferde haben; diese stellten einen großen Wert dar und wurden oft aus dem Ausland importiert, so z.B. Pferde der Rasse “Kastellan”, die in Kastilien gezüchtet wurden. Da nicht jeder der Turnierenden ein geeignetes Pferd besaß, stellte mitunter der Einladende Pferde zur Verfügung oder man lieh sich Pferde von einem befreundeten Ritter.




Das Lexikon,  als digitales eBook, über das Mittelalter mit 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträgen, gibt einen umfassenden Überblick über die Zeit des Mittelalters. Vom Ablass, über Blutpfennig und Kernburg, bis zu Zunftordnung und Zwölf Alte Meister. Ein eBook als Nachschlagewerk, das die Aspekte der europäischen Geschichte, Gesellschaft und Kultur von 500 bis 1500 n. Chr.  abdeckt.

Das eBook jetzt für nur 6,99 EUR, inkl. MWST kaufen, sicher über unseren Partner digistore24 herunterladen

Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseite zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseite sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung und Cookie-Richtlinie.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen