Secretum secretorum

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Secretum secretorum (arab. Kitab Sirr al-asrar =Das Buch zum Regieren; lat., = Geheimnis der Geheimnisse; auch bekannt als “Aristotelis haimlichkeit” oder “Pseudo-Aristoteles”). 1.) Dem Aristoteles zugeschriebenes Kompilat verschiedener Quellenauszüge, im 10. Jh. von einem Schriftgelehrten am Hof der Omajjaden-Kalife in Spanien angefertigt. Es enthält einen Fürstenspiegel (“Kitab as-Siyasa”), eine Lehre der Kriegskunst, ein Regimen sanitatis, Ausführungen über Zauberkräuter, Physiognomie, magische Edelsteine, Amulette, Talismane, Gifte sowie über Alchemie (Goldmacherei) und Astrologie. Das Werk wurde aus dem Arabischen zunächst ins Türkische, Persische und Hindi übersetzt, im 12. Jh. auch ins Lateinische. Mehrfach erweitert und überarbeitet (z.B. auch durch Roger Bacon) wurde es in viele Volkssprachen (darunter Hebräisch, Spanisch, Englisch, Skandinavisch, Italienisch) übertragen, um die Mitte des 13. Jh. durch die Zisterzienserin Hiltgart von Hürnheim auch ins Deutsche. Besondere Bedeutung wurde hier den medizinischen und magischen Textbereichen zugemessen. (s. Zauberbücher)

2.) Unter dem Titel ” des Geheimnisses der Geheimnisse” war auch eine Enzyklopädie zur pharmazeutischen Chemie des persischen Arztes Rhazes (865-925) bekannt, das in drei Teilen Fragen der Alchemie behandelt; u.a. finden sich Ausführungen über die in der chemischen Kunst benutzten Stoffe, Geräte und Verfahren. Rhazes polemisiert gegen naturphilosophische Spekulationen und fordert die Konzentration auf rationale, exakte Laborarbeit. In seiner lat. Übersetzung trug das Werk wesentlich zur Entwicklung der abendländischen Alchemie bei.

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