Steinbrüche

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Steinbrüche (mhd. steinbruch, -gruobe, -kule) Steinbrüche waren fast ausschließlich oberirdisch und – um die Transportkosten niedrig zu halten – möglichst der Nähe von Großbaustellen (Städten, Kirchen) angelegt. Nur ausnahmsweise beutete man unterirdische Steinbrüche aus. Deren Gänge mussten größer dimenioniert sein als die von Erzbergwerken, um den Transport der Quader auf Schleifen oder Pferdewagen zu ermöglichen. (Die wohl größten unterirdischen Steinbrüche des Mittelalter liegen im Untergrund von Paris; sie haben eine Gesamtlänge von ca. 300 km.)

Steine sind schwer: ein m³ Sandstein wiegt 2.500 bis 3.000 kg, Granit um 2.700 kg und Marmor bis zu 2.850 kg. Den Transport der Steinquader suchte man wo es ging auf dem Wasserweg abzuwickeln, da die Beförderung mit Lastwagen wesentlich teurer war. Wo über längere Zeit und in großem Stil Stein abgebaut wurde, konnte sich das Landschaftsbild verändern, so z.B. am Drachenfels (südl. Köln, Trachytgestein), bei den Elm-Steinbrüchen bei Königslutter (Kalkstein) oder an den Steilwänden des Elbsandsteingebirges. Die Unternehmer, die den Abbau von Bausteinen betrieben, hatten die Steinbrüche gepachtet oder käuflich erworben.

Um die Transportkosten möglichst niedrig zu halten, wurden Steinquader – zumal in entfernt gelegenen Brüchen – schon am Herkunftsort vorgefertigt, sodass sie möglichst wenig wogen und womöglich fertig versetzt werden konnten.

(s. Steinbrecher)

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