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| Lexikon des Mittealters | Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch | Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen |
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Ulrich von Türheim (um 1220 – um 1286). Er stammte aus einem schwäbischen Ministerialengeschlecht im Dienste der Augsburger Bischöfe und ist zwischen 1236 und 1286 urkundlich nachweisbar. Seine Auftraggeber als mhd. Epiker fand er im Hofkreis um Heinrich VII. und Konrad IV. Er schrieb für den „Tristan“ Gottfrieds v. Straßburg einen 3.730 Verse umfassenden Schlussteil, folgte dabei jedoch nicht der Vorlage Gottfrieds sondern der Eilhards von Oberge. Das Werk stellt weder inhaltlich noch formal einen akzeptablen Abschluss von Gottfieds Tristan dar. Mit seinem „Rennewart“ führte Ulrich den „Willehalm“ Wolframs v. Eschenbach zu Ende. Die Tendenz des Rennewart ist weniger höfisch-ritterlich, sie gilt vielmehr der Betonung der kämpferischen und ideologischen Überlegenheit christlicher Ritter über ihre heidnischen Gegner. Stilistisch ist Ulrichs „Rennewart“ so wenig bedeutend wie der „Tristan“. Von seinem Artusroman „Cliges“ haben sich nur Bruchstücke erhalten.
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