Nagelschmied im Mittelalter




Nagelschmiede waren auf die Anfertigung von Nägeln aus zähem Nagel- oder Krauseisen spezialisiert, das von den Zainschmieden ausgereckt bezogen wurde. Der Nagelschmied bediente sich außer des Handhammers nur einiger einfacher Werkzeuge.

Die Nägel wurden nach Größe, Gewicht, Form der Köpfe und nach der Verwendung eingeteilt. Es gab kantige und runde Nägel, Nägel mit kleineren und größeren, ganzen und halben, mit glatten, mit pyramidalen, mit konischen, halbkugeligen, so genannten Champignonköpfen, mit dreieckigen und viereckigen (Hufnägel); ferner Brettnägel, Lattennägel, Schindelnägel, Schiefernägel, Schloß-, Reif- und Bandnägel, Blasbalgnägel, Schlossernägel, Maurernägel, Schuhnägel (Pinnen), Bootsnägel und Tornägel. Die größten Nägel hießen Schleusennägel und waren bis zu fünfundvierzig Zentimeter lang, gefolgt von den Schiffsnägeln mit zwanzig bis fünfundzwanzig Zentimetern. Andere wie die Zwecken (broquettes), welche Tapezierer, Sattler und Stellmacher gebrauchten, waren so klein, dass tausend Stück lediglich einhundertfünfundzwanzig Gramm wogen.

Die Nagler bildeten eine alte Zunft, teilten sich aber relativ früh in Schwarz- und Weißnagelschmiede, von denen die letzteren rostbeständige, verzinkte Nägel zu machen verstanden.

Die Schwarz- wie die Weißnagelschmiede hatten eine fünf- bis sechsjährige Lehrzeit, und zum Beweis ihrer Handfertigkeit mussten beispielsweise die Gesellen in Koblenz bei der Meisterprüfung, die drei Tage dauerte, an einem Tag 1.500 Nägelchen fertigen, die so klein sein mussten, dass sie in einer Hühnereischale Platz fanden.




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