Stellinga




Im Ostfrankenreich kam es im Jahre 842 zu einem Aufstand der im Bund der
Stellinga zusammengeschlossenen sächsischen Bauern. Die Sachsen, die erst kurze
Zeit zuvor durch Karl den Großen unterworfen worden waren, wehrten sich gegen
die zunehmende Verschlechterung ihrer Lage und gegen die Bedrohung ihrer Freiheit. Die von den Franken begünstigten Feudalherren zogen sich durch ihre Unterdrückungsmethoden den Hass der Bauern zu. Diese nutzten die ständigen Kriege aus, um sich ihrer Herren zu entledigen, und traten in offenen Aufstand. Feudalherren wurden getötet und vertrieben, die von den Franken neugeordnete Verwaltung und an manchen Stellen auch die Kirche beseitigt. Nur unter Aufbietung aller Kräfte konnte Ludwig der Deutsche diesen Aufstand nach etwa zwei Jahren niederschlagen. Die Vergeltung des Königs und der Feudalherren traf die Bauern mit aller Härte. Kurze Zeit später gingen die Stellinga erneut gegen den Adel vor, unterlagen aber wiederum ihren Gegnern. Daraufhin richtete der Adel unter den Bauern ein Blutbad an und erstickte damit ihren offenen Widerstand. Die feudale Ordnung war auch in Sachsen schon so stark geworden, dass es, vor allem durch die Unterstützung der Feudalherren anderer Gebiete, gelang, die Bauern zu
unterdrücken, zumal diesen die einheitliche Führung fehlte.

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