Abendländliche Schisma im Mittelalter

Durch die Vernichtung der Hohenstaufer war das Papsttum vorübergehend zur Weltherrschaft gelangt. Aber der Fall, der darauf folgte, war umso tiefer. Unter Bonifaz VIII. kamen die Päpste in eine Abhängigkeit con den französischen Königen, die viel drückender war als die frühere Verbindung mit dem Kaisertum. Avignon in Südfrankreich wurde der Sitz des Papstes; Rom die Stadt der Apostelfürsten, war verwaist. Infolge der Bemühungen Kaiser Karls IV. und darauf die inständigen Bittern der heiligen Katharina von Siena, einer gottbegeisterten, einfachen Damen, kehrte Gregor XI. endlich nach Rom zurück.

Die französischen Kardinäle wählten aber nun auch einen Papst, der in Avignon blieb. Und als das Konzil von Pisa 1409 beide Päpste absetzte und einen dritten wählte, da blieben auch die Abgesetzten im Amte und die Kirche hatte drei Päpste. In heftiger Weise bekämpften sie einander.

Um diesen unwürdigen Zustand zu beendigen, brachte der Kaiser Sigismund ein allgemeines Konzil in Konstanz zustande. Dort gelang es, das Schisma zu beseitigen, Als alleiniger Papst wurde Martin V. aufgestellt. Das Konzil hatte aber auch noch andere Aufgaben und diese konnte es nicht lösen.

Das Abendländliche Schisma im Mittelalter

Das Abendländliche Schisma im Mittelalter