Justinian I. der Große

* Tauresium bei Skopje 482, † Konstantinopel 11.11.565

(Ost-)Römischer (byzantinischer) Kaiser seit 527, der Sohn eines illyrischen Gutsherren war schon zu Lebzeiten seines Vorgängers Justin I. Mitregent und strebte als oberstes Ziel seiner Politik die Rückgewinnung des an germanisches Eroberer verlorenen Westteils des Reiches an. Er ließ durch seine Feldherren Belisar und Narses die Reiche der Vandalen in Nordafrika (534) und der Ostgoten (554) vernichten und konnte auf diese Weise seinen Großteil des ehemaligen Gesamtreiches wieder unter seiner Herschafft einen, die er auch als eine Herrschaft über die Kirche verstand. Zusammen mit seiner Frau Theodora († 548) entfaltete er auch innenpolitisch eine rege Reformtätigkeit. Justinian legte den Grundstein zur Hagio Sophia und ließ das römische Recht “Codex Juris Civilis” aufzeichnen.