Achat




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Achat (v. mlat. achates, angeblich nach dem Fluss gleichen Namens in SW-Sizilien {Theophrast, Plinius}, in welchem zur Zeit der Antike große Mengen des Steines gefunden wurden; spätmhd. achate, agates; auch agestein, was zu Verwechslung mit agtstein führen kann.) Eine feinstkörnige, gebänderte Form des Minerals Quarz (Chalcedon, SiO², mit verschiedenen Metallbeimengungen), gebildet in magmatischen Hohlraumfüllungen, vorkommend in Form von Knollen oder Drusen, geschätzt wegen ihrer schönen konzentrischen oder unregelmäßigen Bänderung und ihrer bunten Färbung (weiß, gelb, rot, braun, grau, grau-blau, grünlich, schwarz, weiß). Der Stein wurde schon von Sumerern, Ägyptern, Griechen, Byzantinern, Römern und anderen Kulturvölkern zu Kultgegenständen, kleinen Gefäßen, Amuletten und Siegeln sowie zu Schmuckstücken verarbeitet, so z.B. zu Ringen, Skarabäen und Gemmen.

Der Stein kommt weltweit vor; mittelalterliche Fundstellen im deutschen Sprachraum lagen vor allem im heutigen Bundesland Sachsen. Bearbeitungstechniken waren Schleifen, Schneiden, Bohren und Polieren, was bei der großen Härte des Steins mit erheblichem Arbeits- und Zeitaufwand verbunden war; zudem kam es dabei zu starker Staubentwicklung, was bei den Handwerkern zu chron. Lungenkrankheiten führte. Eine geheimgehaltene byzantinische Färbe-Methode bestand im Erhitzen des Steins, wodurch schwarze und rote Tönung entstand.

Der biblische Moses bezeichnet den Achat als Sinnbild des göttlichen Geistes; deshalb ist der Brustschild des Hohen Priesters mit Edelsteinen, darunter Achaten besetzt. – Bis ins Mittelalter glaubte man, dass der Stein unsichtbar mache. Im mittelalterliche Aberglauben galten Achat-Amulette als Allheilmittel gegen Übel jeder Art, seien es Krankheit oder Blitzschlag, Hexen- oder Dämonenzauber, Bisse von Schlangen oder Skorpionen. Ein Stück Achat – unter die Zunge gelegt – sollte den Durst löschen. Achatstaub soll auch zur Jungfernprobe verwendet worden sein: nach der Einnahme könne eine Jungfrau den Harn halten, “ist sie kein rein jungfraw mehr, so muss sie ihren harn abschlagen wider ihren willen.” – Konrad von Megenberg rühmt den Stein wegen seiner bildartigen Zeichnung: “Man spricht auch, daz der stain gar schoenes angesporns gemaels hab zwischen seinen straimeln.” Ein Trank, in welchem Achat bei zunehmendem Mond drei Tage gelegen hat, helfe gegen Epilepsie, Mondsucht und Wahnsinn. – Hildegard von Bingen schreibt in “Causae et curae” unter dem Titel “Vom Monde”, dass der Mond von der Sonne angezogen werde, “wie der Achat das Eisen an sich zieht”; sie ist dabei offenbar der oben genannten Verwechslung von Achat mit Agtstein/Magnetstein erlegen.




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