Amelungsborn

Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Leben im Schatten der Zinnen: Burgen des Mittelalters und ihr Alltag
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Leben im Schatten der Zinnen“ auf 122 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Amelungsborn (Amelunxborn). Ehem. Zisterzienserabtei am Ostrand des Solling, ca. 10 km nordöstl. Holzminden (Niedersachsen), benannt nach einer – heute noch auf dem Klosterareal nachzuweisenden – Quelle (mhd. burne, born) eines “Amelung” genannten Herren. Gestiftet 1129 von Graf Siegfried IV. von Boyneburg und Homburg, gegründet als Tochterkloster von Altenkamp (das über Morimond auf Citeaux zurückgeht; 1135 feierlicher Einzug des Konvents), Mutterkloster von Riddagshausen (bei Braunschweig; 1145) und Doberan (1171). Erlangte große Bedeutung bei der Christianisiserung und Eindeutschung der Ostgebiete. Ihre Blütezeit erlebte die Abtei Anfang des 15. Jh. mit 50 Mönchen, 90 Konversen und einer großen Zahl von Eigenleuten (familiares). Skriptorium und Infirmarium genossen einen ausgezeichneten Ruf. Im 15. Jh. kam es zu einer Stagnation des Klosterlebens.

Von der Anlage ist nur die Kirche erhalten, eine flachgedeckte roman. Basilika mit Stützenwechsel (erbaut um 1150) und gotischem Chor (erste Hölfte 14. Jh.).

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