Apokalyptische Literatur

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apokalyptische Literatur. Gemeinsame Merkmale mittelalterliche apokalyptischer Schriften sind, dass sie sich auf Offenbarung berufen, die “von oben” eingeben wurden, und dass sie sich mit endzeitlichen Themen befassen, z.B. mit den Vorzeichen des Weltendes, Auferstehung der Toten, Weltgericht, Scheidung der Seligen und der Verdammten. Autoren mittelalterliche Apokalyptik gestalteten ihre Werke zumeist als Visions-, Traum- oder Auditionsberichte; ihr Ziel war, den Rezipienten zur Einsicht seiner Schuld, zu Buße und Umkehr zu bewegen.

Beispiele: “Dialogi” (Buch 4) von Papst Gregor d. Großen (um 540 – 604); “Visio Wettini” (von Walahfrid Strabo, erste Hälfte 9. Jh.); ®”Muspilli” (9. Jh.); “Liber visionum” (von Otloh von St. Emmeram, Mitte 11. Jh.); “Visio Tnugdali” (entstanden 1149 in Regensburg; in 150 lat. Handschriften erhalten); Visionsberichte mittelalterliche Mystikerinnen wie Elisabeth von Schönau, 12. Jh., Mechthild von Magdeburg 13. Jh. oder Gertrud die Große (G. v. Helfta), 13. Jh.

(s. Apokalypse)

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