Arbeo von Freising

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Arbeo von Freising (um 723 – 83). Der in Mais (bei Meran) geborene Arbeo verbrachte als junger Mönch einige Lehrjahre in dem berühmten langobardischen Kloster Bobbio, bevor er als Magister nach Freising ging und dort 764 zum Bischof berufen wurde. Er dichtete die Bischofsviten “Vita sancti Corbiniani” und “Vita vel passio Sancti Haimhrammi martyris”; in letzterer beschrieb um 770 auf geradezu schwärmerische Weise die bayer. Landschaft: “Herrlichstes Land, erstrahlend in Anmut, überreich an Wäldern, fruchtbar an Wein, ergiebig an Eisen, an Gold und Silber ….; das Erdreich gesegnet mit Garben, Zugvieh und Herden so viel, dass sie fast den Boden bedecken; Bienen und Honig in Mengen; in den Seen und Flüssen ein Gewimmel von Fischen; …; Salz, was man nur braucht …; die Wälder prachtvoll besetzt mit Hirschen und Elchen und Auerochsen, mit Gemsen und Steinböcken und mit Wildzeug aller Art.” (Vita Heimrammi, Cap. 6). Auf Veranlassung Arbeos geht auch die Zusammenstellung des ®”Abrogans” zurück, eines lat.-lat. Synonymenlexikons mit ahd. Entsprechungen (s. Glossar). Beispiele: emanat – rinnit; fluit – fliuzit; exit – uz cat; erumpit – arprihhit. Mit diesem Werk ist Arbeo der erste Verfasser eines lat.-dt. Wörterbuches, mit seinen Heiligenviten der erste dt. Autor in lat. Sprache. Unter dem Episkopat Arbeos wurde Freising zu einem bedeutenden religiösen und geistigen Zentrum. Die Freisinger Bibliothek und Schreibschule waren weithin berühmt, und aus der Freisinger Domschule gingen bedeutende Männer hervor.

(s. Emmeram von Regensburg)

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