Architektur




Architektur (v. lat. architectura = Baukunst) des Mittelalter Während der Wirren, die nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches Ende des 5. Jh. weite Teile Europas in Chaos und Elend stürzten, stagnierten alle kulturellen Leistungen. (Wie vollkommen die Baukunst zumindest nördl. der Alpen in Vergessenheit geraten war, kann aus der Benennung römischer Grenzmauern und Aquädukte als “Teufelsmauern” und “Teufelsbrücken” ersehen werden: es schien unglaublich, dass Menschen solche Bauwerke errichtet haben sollten; sie mussten Teufelswerk sein.) Erst im Gefolge der unter Karl d. Gr. Ende des 8. Jh. mit unerbittlicher Strenge durchgesetzten “Befriedung” kam es, anknüpfend an römische Vorbilder, zum Wiederaufblühen eines straff gelenkten Staatswesens und damit auch von Wissenschaft, Kunst und Technik. In allen Bereichen, damit auch in der Architektur, hatte der christliche Glauben prägenden Einfluss. Der Bauwille weltlicher, mehr noch kirchlicher Potentaten brachte in kurzer Zeit eine staunenswerte Vielfalt architektonischer Leistungen hervor (s. karolingische, romanische, gotische Architektur; Sondergotik Deutschlands). Die Bauplanung lag bei monastischen Werkleuten, die ursprünglich als Maurer, Steinmetze und Zimmerleute selbst mit Hand anlegten. Im Hochmittelalter bildete sich ein Meisterberuf heraus (s. Baumeister), der eine Lehre als Zimmermann oder Steinmetz zur Voraussetzung hatte. Baumeister leiteten eine oder mehrere Großbaustellen, die Planung von Wohnhäusern erfolgte durch Zimmerer- und Steinmetzmeister, die als Unternehmer auch für die Bauausführung sorgten.

Der technische und künstlerische Fortschritt mittelalterliche Architektur beschränkte sich zunächst auf den Sakralbau; erst vom Hochmittelalter an nahm der Anteil der Profanbauten in Steinbauweise (Burgen, Pfalzen, Rathäuser, Wohnhäuser) zu, wobei architektonische Schmuckformen des Sakralbaus übernommen werden. Als “Mutter der Künste” bot die Architektur der bildenden Kunst (Plastik, Malerei) die nötigen Entfaltungsmöglichkeiten. (Nach Isidor von Sevilla setzte sich Architektur aus “dispositio, constructio, venustas” [Planung, Bau, Anmut; s. Ästhetik] zusammen.) Bautechnische Probleme wurden durch akkumulierte praktische Erfahrung, nur in geringem Maß durch theoretische Erörterung gelöst. Allerdings war die Planung von Sakralbauten von einer allumfassenden Zahlensymbolik bestimmt; Zahlen und Zahlenverhältnisse galten als Teil des göttl. Ordnungssystems; sie sollten den Kirchenbauten – als Abbildern des himmlischen Jerusalem – zugrundegelegt werden (s. Harmonie, Proportion).




Geburt und Tod, Ehe und Familie, Religion und das Verhältnis zur Natur … Robert Fossier führt uns ein in die mittelalterliche Welt und erzählt vom Leben derer, von denen wir bislang zu wenig wissen: der einfachen Menschen.

Leicht verständlich und fundiert geleitet das vorliegende Handbuch die Leser durch die komplexe Welt der mittelalterlichen Kleidung. Die Grundlagen und Bedeutungen verschiedener Materialien, Näh-, Stich- und textiler Techniken werden ebenso erläutert wie die Voraussetzungen, Grenzen und Möglichkeiten der Forschung.

"Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" zwei Bestseller von Ken Follett, beide Verfilmungen in einer DVD Sammlung erhältlich. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet.

Eine faszinierende, reich bebilderte Alltagsgeschichte des Mittelalters. Die Popularität des Mittelalters ist seit vielen Jahren ungebrochen. Es sind die konkreten Dinge des Lebens, die besonders faszinieren: Wie lebten und starben die Menschen? Wie feierten sie, wie zogen sie sich an und was aßen sie? Was taten sie bei Krankheit, wie schützten sie sich vor Hitze und Kälte?

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