Babenberger

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Lexikon des Mittealters Leben im Schatten der Zinnen: Burgen des Mittelalters und ihr Alltag
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Babenberger. Unter diesem Namen wird seit dem 15. Jh. ein Geschlecht geführt, das in der bayer. Ostmark und im Hzgt. Österreich (976 – 1246) sowie im Hzgt. Steiermark (1192 – 1246) herrschte. Otto von Freising vertritt in seiner Chronik die Theorie, dass die Babenberger von dem ostfränk. Geschlecht der “älteren Babenberger” oder Popponen abstammen, die ihren Stammsitz auf der Burg Babenberg hatten, gelegen auf dem Gebiet der heutigen Stadt Bamberg. Die Popponen unterlagen 906 den konkurrierenden Konradinern im Streit um die Herzogswürde in Franken und verloren ihren Besitz im Grabfeld und im Volkfeld. 976 tritt das Geschlecht der Babenberger mit einem Luitpold in der Ostmark auf, der zugleich Graf im unteren Donaugau und im Traungau war. Als Hauptaufgaben verfolgten sie die Sicherung der Reichsgrenze nach Osten und Norden, Landesausbau, Städte- und Burgenbau, Klostergründungen und Organisation des Pfarrwesens. Macht und Bedeutung des Geschlechts wuchsen durch königl. Landschenkungen und kluge Familienpolitik. Der dritte Markgraf, Adalbert (gest. 1055), vergrößerte die Mark durch Gebietsgewinne bis an Leitha, March und Thaya. Leopold III. (1096 – 1136) machte eine Reihe von bedeutenden Erbschaften im Lande, darunter vermutlich auch die Stadtherrschaft von Wien. Sein jüngerer Sohn und Nachfolger Leopold IV. (1136 – 41) wurde 1139 Herzog von Bayern. Leopolds Nachfolger, Heinrich II. (1141 – 77), verzichtete 1156 auf Bayern und erreichte die Erhebung Österreichs zum Herzogtum (s. Privilegium minus). Leopold V. (1177 – 94) konnte dem Herzogtum Österreich die Steiermark samt Traungau einverleiben, Leopold VI. (1195 – 1230) erlangte Pordenone und die windische Mark. Der letzte Babenberger, Leopolds VI. Sohn Friedrich II. (1230 – 46), fiel am 15. Juni 1246 an der Leitha im Kampf gegen die Ungarn – zu früh, um sein Lebenswerk, die Erhebung Österreichs zum Königreich und die Vermählung seiner Nichte Gertrud mit Kaiser Friedrich II. in die Wege zu leiten.

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