Beinschnitzerei

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Beinschnitzerei, Beindrechslerei (mhd. bein = Knochen). Im Mittelalter benutzte man entfettete und gebleichte Knochen von Pferden und Rindern, Geweih, Horn, Elfenbein, Zahn und Fischbein zur Herstellung von Griffen für Messer, Schwerter und andere Geräte, von Löffeln, Kämmen, Knöpfen, Fingerhüten, Gürtelschnallen, Würfeln, Spielsteinen, Amulettanhängern, Schachfiguren und anderen Kleinteilen. Diese wurden mit Messern, Feilen, Raspeln, Meisseln, Sägen, Bohrern und mit Hilfe der Drehbank geformt und anschließend mit Schachtelhalm (Scheuerkraut), Bimsstein und Schlämmkreide geschliffen und poliert. Stücke des gehobenen Bedarfs wurden durch ornamentale und figürliche Schnitzereien verziert. Häufig wurden Knochen zusammen mit dem wertvollen Elfenbein in Buchdeckeln oder Reliquienschreinen verarbeitet (s. Elfenbein, Elfenbeinschnitzerei).

(s. Einhorn, Fischbein, Horn (Tech.), Knochen)

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