Beleuchtung




Beleuchtung. Der wichtigste Lichtspender der kleinen Leute war – abgesehen vom Lichteinfall durch Fenster, Tür und Rauchluke – im Frühmittelalter das offene Herdfeuer. Daneben kannte man das Feuerbecken, in welchem Späne harzhaltigen Holzes bzw. in Harz oder Fett getränkten Holzes brannten, sowie Kienspäne, Streifen von Baumrinde (Lohe, Daurastufen), Tranlampen und Schmalzlichter. Feuerbecken standen auf einem Dreifuß oder hingen an Ketten von der Decke. In deren bescheidenem Lichtkreis konnten kaum Arbeiten ausgeführt werden, sodass der Arbeitstag mit Einbruch der Dunkelheit endete.

Der mönchische Tagesablauf war bestimmt vom Chorgebet; er begann zwischen Mitternacht und 2 Uhr mit der Mette und endete mit der Komplet zwischen 18 und 21 Uhr. Während der langen Nachtstunden dienten Brenn-Näpfe und Kerzen zur Beleuchtung. (In den flachen Brenn-Näpfen brannte ein Docht in einem Behältnis mit Talg, Tran oder [etwa ab 1400] Raps-, Lein- oder Rüböl sowie Fischtran. Hängend angebrachte Lampen dieser Art hießen Ampeln [von lat. ampulla = kleine Flasche, Ölgefäß].) Kerzen für den Alltagsgebrauch bestanden aus Rinder- oder Hammeltalg, im Kirchenraum durften dagegen nur Kerzen aus Bienenwachs verwendet werden. Kerzen wurden auf ein-, selten auf mehrarmige Leuchter, auf hohe Kandelaber oder auf radförmige Kronleuchter (s. Leuchter) gesteckt. In den weniger brandgefährdeten Steinbauten der Burgen steckte man in den Hallen und Gängen Fackeln aus Kiefernholz (“Kienfackeln”) und solche mit harz- oder wachsgetränktem Stoffzeug auf.

Im Untertagebau auf Erze verwendete man Grubenlampen, deren Flamme wohl kaum mehr als trüben Schein verbreiten konnten.

Gegen Ende des Mittelalter kam die Schusterkugel auf, eine Arbeitsplatzbeleuchtung der Schuster, Feinmechaniker und Schreiber. Tragbare Lichtquellen (etwa zum nächtlichen “Heimleuchten”) waren Fackeln und – vom 14. Jh. an – windgeschütze Kerzenlaternen (Windlichter). Letztere waren zylinder- oder kastenförmig und aus Holz oder durchbrochenem Eisenblech hergestellt. Gegen Luftzug waren sie durch Hornplatten, später durch Glasscheiben geschützt.




Geburt und Tod, Ehe und Familie, Religion und das Verhältnis zur Natur … Robert Fossier führt uns ein in die mittelalterliche Welt und erzählt vom Leben derer, von denen wir bislang zu wenig wissen: der einfachen Menschen.

Leicht verständlich und fundiert geleitet das vorliegende Handbuch die Leser durch die komplexe Welt der mittelalterlichen Kleidung. Die Grundlagen und Bedeutungen verschiedener Materialien, Näh-, Stich- und textiler Techniken werden ebenso erläutert wie die Voraussetzungen, Grenzen und Möglichkeiten der Forschung.

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Eine faszinierende, reich bebilderte Alltagsgeschichte des Mittelalters. Die Popularität des Mittelalters ist seit vielen Jahren ungebrochen. Es sind die konkreten Dinge des Lebens, die besonders faszinieren: Wie lebten und starben die Menschen? Wie feierten sie, wie zogen sie sich an und was aßen sie? Was taten sie bei Krankheit, wie schützten sie sich vor Hitze und Kälte?

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