Benedictus Levita

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Benedictus Levita (9. Jh., B. der Levit = der Diakon). Anonymer, wahrscheinlich unhistorischer klerikaler Kompilator und Fälscher von weltl. und geistl. Capitularien und anderen Quellen kirchlichen und weltlichen Rechts. Unter seinem Namen erschienen um 850 drei Bücher mit 405, 436 und 478 ohne jede Ordnung aneinandergereihten Kapiteln. Er unterschiebt Justinianische Gesetze, in welchen Homosexualität durch Verbindung mit dem Sodom-Mythos als todeswürdiges Verbrechen (s. Sodomie) gebrandmarkt wird, der Gesetzgebung Karls d. Gr. Erst diese Fälschung sollte es im Spätmittelalter ermöglichen, dass Teufelsbuhlschaft und Homosexualtät vom “weltlichen Arm” mit dem Feuertod geahndet wurden. (s. Pseudoisidorische Dekretalen)

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