Benedikt von Aniane




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Benedikt von Aniane (eigentlich Witiza, um 750 – 821, hl.). Als westgotischer Adeliger diente Witiza unter Pippin d. Kurzen und Karl d. Großen als Heerführer. 774 wurde er gegen den Willen seiner Familie Mönch im Kloster St. Seine bei Dijon. 779 gründete er – um seine Vorstellungen vom idealen Klosterleben in Askese, Handarbeit und Gebet besser verwirklichen zu können – auf seinen Ländereien am Bach Aniane (bei Montpellier) ein Kloster, dem er als Abt vorstand. Sein angenommener Name “Benedikt” war ihm Programm, und so bemühte er sich unter Karl d. Gr. und Ludwig d. Frommen erfolgreich um die Erneuerung klösterlicher Zucht im im Sinne der benediktinischen Regel. Seine revidierte Fassung der Benediktregel (enthalten im Codex regularum) wurde durch drei Aachener Synoden zwischen 816 und 819 zur alleingültigen Ordensregel im ganzen Reich erhoben und von Ludwig per Gesetz bestätigt. Benedikt konnte seine Reformregel umso wirkungsvoller verbreiten, als er von Ludwig zum Generaloberen aller Klöster des Frankenreiches ernannt worden war. Seinen Lebensabend verbrachte er im “Reichsmusterkloster” Inden (Kornelimünster) bei Aachen, das Ludwig ihm zu Ehren und zur exemplarischen Demonstration rechten Klosterlebens erbaut hatte. Benedikt hat theologische Kommentare und Schriften zu Ordensregeln hinterlassen.

Unter Anianischer Reform versteht man die Erhebung der Regula Sancti Benedicti zur reichsverbindlichen Klosterregel (verfügt auf den Aachener Synoden von 816, 817, und 818/19),

die Abkehr von karolingischen Großbauten im Kirchenbau (“aedificia immensa atque superflua”)und die Hinwendung zu schlichten, kleinen, auf die Bedürfnisse mönchischer Gemeinschaften zugeschnittenen Kirchen.

Nach dem Tod des Benedikt von Aniane wurde unter den Söhnen Ludwigs des Frommen der anianische Reformgedanken aufgegeben. Noch unter ® Einhard kehrte man zu Kirchen des alten Zuschnitts (“more Romano”) zurück.




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