Bernsteindreher

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Bernsteindreher fertigten an der Drehbank oder an einem Dockendrehstuhl (dessen Spindel mit einem Handdrehbogen in Bewegung gesetzt wurde) aus rohem Bernstein Kugeln für Ketten, Armbänder und Rosenkränze, Spielsteine und Amulette. Vorbereitende Arbeiten waren das Wässern der Bernsteinstücke, damit sie sich bei der Bearbeitung weniger erhitzten und das Abschleifen der Rinde. Die fertig gedrehten Stücke wurden abschließend mit Bimsstein geschliffen und mit feiner Schlämmkreide poliert. Zünfte der Bernsteindreher entstanden – gegen den Widerstand des Deutschritterordens als Inhaber des Bernsteinmonopols – in Brügge (1302), Lübeck (erstes Drittel des 14. Jh.) und – nach dem Übergang des Bernsteinmonopols an die preußischen Städte (1454) – in Danzig (um 1480).

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