Bezoar

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Lexikon des Mittealters Leben im Schatten der Zinnen: Burgen des Mittelalters und ihr Alltag
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Leben im Schatten der Zinnen“ auf 122 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Bezoar (v. arab. bad-zahar, v. pers. padzahr oder v. hebr. beluzaar = Gegengift, Gegenmittel; mlat. lapis bezoardicus, lapis bazar; mhd. auch bezoard, bezaar u.ä.). Eine gelegentlich im Magen von Wiederkäuern (Kühen, Schafen, Ziegen, Gemsen, Steinböcken, Hirschen) zu findende kugel- oder eiförmige Zusammenballung von abgeschluckten Haaren (Trichobezoar) oder Pflanzenfasern (Phytobezoar). Von Haselnuss- bis Faustgröße, mit rauher oder glatt überkrusteter Oberfläche aus Kalziumphosphat. Wurde als heilkräftiges Wundermittel von den Arabern übernommen, fand in zerriebener Form als Arzneimittel gegen Seuchen, als Medizin gegen Unfruchtbarkeit oder als Gegengift (“Stein wider alles Gifft”) Verwendung, oder wurde in wertvoller Fassung als Amulett oder Talisman getragen. Bezoar-“Steine” waren sehr begehrt und teuer (besonders der Stein der persischen Bezoarziege, “Bezoar orientalis”), was Ursache für häufige Fälschungen war. Apotheker wussten sich vor Betrug zu schützen, indem sie die Steine wogen und in lauwarmes Wasser legten: behielt der Stein Gewicht und Farbe, so galt er als echt.

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