Blamensier

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Blamensier (blamentschier, blamenser; v. frz. blanc manger = weiße Speise). Eine im 14./15. Jh. in ganz Europa geschätzte Breispeise; ihrer ursprünglichen Herkunft nach auch “Deutscher Brei” genannt. Der helle – “weiße” – Farbton rührte von Bestandteilen wie süßer Mandelmilch, Reismehl und gekochtem, kleingehacktem Hühner- oder Fischfleisch. Der Blamensier wurde als süße Krankenkost gereicht, war aber auch – mit allerlei Zutaten und Gewürzen (wie z.B. Wein, Apfelsaft, Schmalz, Zwiebeln, Muskat, Kardamom, Nelken) versetzt – ein Bestandteil gehobener Speisefolgen.

Ein italienisches Kochbuch enthält folgendes Rezept zum Bereiten eines zweifarbigen Gerichtes vom Kapaun: “Wenn du willst, dass das Gericht aus zwei Farben bestehen soll, nimm ein Eigelb und Safran , mische diese Sachen mit einem Teil Blanc-manger und füge Verjus (Saft unreifer Trauben) dazu, damit es saurer wird als der weiße Teil. … Und wenn du zwei Kapaune hast, bedeckst du den einen mit der weißen und den anderen mit der gelben Soße.” (Zit. nach Jean Verdon)

(s. Mandel, Mandelmilch)

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