Constantinus Africanus




Constantinus Africanus (C. Asyncitus, C. Carthaginensis, C. Cassianensis; nach 1010 – 1087). Der aus Karthago gebürtige Araber soll als Drogen- und Gewürzhändler den vorderen Orient bereist haben und dabei das medizinische Wissen der “Babylonier”, d.h. der Araber, Chaldäer, Perser, Ägypter und Inder aufgenommen haben. Nach 39 Jahren sei er in seine Heimatstadt zurückgekehrt, um gleich darauf unter der Anklage der Zauberei nach Süditalien zu fliehen. Um 1075 erschien er in Salerno, ließ sich taufen und machte durch seine Gelehrsamkeit auf sich aufmerksam. 1077 wurde er Privatsekretär des Normannenherzogs Robert Guiskard, und baute dessen Medizinschule zu einer öffentlichen Anstalt aus. Später wurde er als Laienbruder im Benediktinerkloster Montecassino aufgenommen. Hier begann er auf Anregung seines Abtes Alfanus von Salerno hin seine Tätigkeit als Übersetzer medizinischer Schriften aus dem Arabischen ins Lateinische, darunter der arabisch überlieferten Werke von Hippokrates, Galenus und der berühmtesten islamischen und jüdischen Ärzte. Aufgrund seiner Übersetzungen und Kompilationen, als deren wichtigste die “Ars medicinae” gilt, gelangten wesentliche Teile des medizin. Wissens der Antike und des islam. Kulturkreises nach Europa, erblühte Salerno als führende Medizinschule des frühmittelalterliche Abendlandes. Spätere mittelalterliche Autoren versuchten ihn neidvoll als “tollen Mönch”, als “Apostat” und “Erzplagiarius” zu verunglimpfen. Jedoch dürfte ihm das Urteil des Chronisten Petrus Diaconus von Montecassino viel eher gerecht werden, der ihn als “orientis et occidentis magister” bezeichnete.

Einige der Übersetzungen des C.: “Viaticum viatoris” (grundlegendes Werk eines arabischen Arztes über Pathologie und Therapie); “Isagoge Johannitii” (Einführung {in die Kunst des} des Johannitius), eine Propädeutik für Medizinstudenten. Die meisten Hellenismen des Originals sind durch lateinische Begriffe ersetzt); “Liber pantegni” (“Die ganze Kunst”, freie Adaptation des Lehrbuches eines persischen Arztes. Wurde zu einer der wichtigsten allumfassenden medizin. Lehrschriften des europäischen MA., übertroffen nur noch vom “Canon medicinae” Avicennas); die Puls- und Fieberlehre des Isaac Judaeus.

Sein medizinisches Traktat “De coitu” stellt eine wichtige Quelle zur mittelalterliche Vorstellung von Sexualität dar; es enthält anatomische Erläuterungen und Angaben zur Physiologie und Diätetik des Geschlechtslebens.

Der “Liber graduum”, beruhend auf der Grundlage der Lehren Galens, wurde zu einer weitverbreiteten Arzneimittellehre.

Die Übersetzungen des C.A. waren von grundlegender Bedeutung für die medizinische Ausbildung an der Schule von Salerno und für die Herausbildung der lateinischen Fachsprache der Medizin.




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