Fensterglas




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Fensterglas. Die Kunst, Fenster mit Glas zu verschließen, war schon in der Spätzeit der röm. Republik bekannt und kam mit den röm. Legionären und Beamten in die besetzten Gebiete Galliens und Germaniens. Reste von Fensterglas und Bleisprossen aus dieser Zeit wurden im Mosel- und Rheintal gefunden. Danach kam die Glasmacherei fast gänzlich zum erliegen, ehe in Gallien im 6./7. Jh. und in Germanien im 8. Jh. (bei Trier) wieder an röm. Tradition angeknüpft wurde. Wegbereiter waren die großen Abteien wie Lorsch, Fulda, St.Gallen und Tegernsee, von welchen die Technik der Fensterglasherstellung und der Bleiverglasung auch an die entlegeneren Klöster weitergegeben wurde. Die Rohglaserzeugung war Sache von eigens dazu ausgebildeten Leibeigenen, deren Glashütten wegen des immensen Brennholzverbrauchs für die Glasöfen immer tiefer in den Wald eindrangen und diesen gerodet hinter sich zurückließen. Flachglas war bis zum Ende des Mittelalter fast ausschließlich für Kirchenfenster bestimmt. In der ersten Hälfte des 14. Jh. kam die Butzenscheibe auf und wurde bald zur bevorzugten Fensterauskleidung privater Wohnbauten. Neben den Verglasungen mit Butzenscheiben gab es auch solche mit Sechseck- oder Rautenscheiben. Erst in der zweiten Hälfte des 15. Jh. wurden auch bei Profanbauten Flachglasscheiben als Fensterverschluss üblich, wie aus Miniaturen zeitgenössischer Schriften hervorgeht. (Beispiel: Abbildung des Studierzimmers des Jean Mèlot, um 1450, das im Hintergrund vier offenstehende verglaste Fensterflügel zeigt. Brüssel, Bibliothèque Royale Albert I.).

(s. Glasherstellung)




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