Heiligenschein

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Heiligenschein (auch Nimbus, Gloriole, Glorie). Aus der Spätantike stammendes Lichtsymbol in Form einer goldenen oder goldgelben Scheibe oder eines Strahlenkranzes, das Göttlichkeit oder Heiligkeit versinnbildlicht. Der Heiligenschein war in der frühchrsitlichen Kunst zunächst dem Haupt Christi vorbehalten, später – um die Mitte des 1. Jahrtausends – werden auch Engel, die Gottesmutter und die Apostel mit dem Würdezeichen versehen. Es umgibt den Kopf, zuweilen auch das Lamm (Christi) oder die Taube (des Hl. Geistes). Das Symbol des kreuzförmigen Heiligenscheins (Kreuznimbus) ist Gottvater und Sohn vorbehalten. Gottvater wurde gelegentlich auch mit dreieckigem Nimbus dargestellt, als Verweis auf die hl. Trinität. Bei der Darstellung von Märtyrern und Heiligen blieb es dem jeweiligen Künstler freigestellt, diese mit einem Nimbus zu versehen oder nicht. Zeitgenössische Personen wurden in karolingischen Mosaiken durch einen viereckigen Nimbus kenntlich gemacht. (s. Aureole, Mandorla)

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