Heinrich von Morungen (Dichter)




Heinrich von Morungen (1150/60 – 1222). Ritterbürtiger Minnesänger von der thüringischen Burg Morungen (bei Sangerhausen), der den Markgrafen Dietrich IV. von Meißen zum Gönner hatte. Möglicherweise nahm er 1197 am Kreuzzug teil, worauf seine urkundliche Nennung als “miles emeritus” in Leipzig hinweisen könnte. 1217 trat er in das neugegründete Leipziger Thomaskloster ein, dem er die ihm vom Markgrafen ausgesetzte Rente vermacht hatte. Seine leidenschaftlichen und bilderreichen Lieder (115 Strophen in 35 Tönen) werden als Glanzleistung des hochhöf. Minnesangs betrachtet. Inhaltlich sind sie – etwa im Motiv des aufgekündigten Dienstes – von den Liedern provenzalischer Trobadors beeinflusst. Sie zeichnen sich nicht durch gedankliche Abstraktion, sondern durch sinnlich erfahrbare, konkrete Bildeffekte (Lichtreflexe, Farbenspiel) aus. Zentrale Inhalte sind die wan-minne, Minneleid und Minneklage, aber auch die Verehrung der Hl. Jungfrau. Heinrichs Dichtung wirkte auf Walther von der Vogelweide, auch auf Neidhard und auf Ulrich von Lichtenstein. Als Textbeispiel ein “Tagelied”:

Owe, sol aber mir iemer me

geliuhten dur die naht

noch wizer danne ein sne

ir lip vil wol geslaht?

der trouc diu ougen min:

ich wande, ez solde sin

des liehten manen schin,

do taget ez.

Von einem liebreizenden Fräulein fühlt er sich wie von einem dämonischen Elfenblick verzaubert:

Von den elben wirt entsen vil manic man

So bin ich von grozer liebe entsen.

(mhd. entsenen = durch Liebesschmerz umkommen.)br>




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