Hirtenlied

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Lexikon des Mittealters Leben im Schatten der Zinnen: Burgen des Mittelalters und ihr Alltag
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Hirtenlied. Die mittelalterliche Entsprechung der antiken bukolischen Dichtung (boukolos = Hirte) war das Hirtenlied oder Schäferlied, eine Verbindung von Natur- und Schäferidyllen mit ritterlichem Lebensgefühl. Gefasst in mlat. oder mhd. Versen, oft in Dialogform, handelte dieser Liedtyp von schwärmerischer Naturempfindung und – stellenweise derber – Erotik. Deutsche Vertreter dieser Gattung mittelalterliche Lyrik waren: Gottfried v. Neiffen, Heinrich v. Veldeke, Neidhart v. Reuenthal, Oswalt v. Wolkenstein, Tannhäuser und Ulrich von Winterstetten.

(s. Pastourelle)

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