Höfischer Roman

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höfischer Roman. Die epische Erzählung nahm in der höfischen Kultur des 12. und 13. Jh. eine herausragende, identitätsstiftende Stellung ein. Ihre Handlung war fiktiv, die Thematik entstammte der ritterlichen Standesideologie (mit den Zentralbegriffen ere, triuwe, milte, staete, maze, zuht, minne), der Form nach bestand sie aus meist vierhebigen Reimpaaren (“höfischer Versroman”). Die mhd. höfischen Romane entstanden nach frz. Vorbildern (Chrestien (Chretien) des Troyes). Hauptwerke waren: “Eneit” von Heinrich von Veldeke; “Erec” und “Iwein” von Hartmann von Aue; “Parzival” von Wolfram von Eschenbach; “Tristan und Isolt” von Gottfried von Straßburg. Als Beispiel der “niederen höfischen Epik” sei der Unterhaltungsroman “Wigalois” (um 1205) des Wirnt von Grafenberg angeführt. Das Werk hatte großen Erfolg, erschien 1472 als Prosabearbeitung (die 1493 in Druck ging) und wurde auch in andere Sprachen übersetzt.

(s. Versroman)

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