Hören




hören (mhd. hœren, horen; lat. audire). Im Mittelalter war das menschliche Gehör (mhd. gehœrde) von essentieller Bedeutung, war die Bevölkerung doch überwiegend leseunkundig und somit auf gesprochene Wissensvermittlung angewiesen. Daneben hing das öffentliche Leben von akustischen Signalen ab, wie z.B. dem Trompetenstoß des Turmwächters, den verschiedenen Glockenzeichen, dem Stundenblasen des Nachtwächters oder einem warnenden Hundegebell. Schwerhörigkeit oder Taubheit aufgrund einer vorgeburtlchen Schädigung oder späteren Entzündung bzw. Verletzung des Hörorgans dürften häufiger als heute gewesen und als schwerwiegendere Beeinträchtigung empfunden worden sein.

Schon Aristoteles hatte geurteilt: “”Wer nicht hören und nicht sprechen kann kann auch nicht denken”. – Laut Augustinus glichen Taube eher Tieren als Menschen, da sie das Wort Gottes nicht hören und somit nicht glauben konnten.

Im Falle angeborener oder im frühkindlichen Alter (unter 6 Jahren) erworbener Taubheit unterblieb der Spracherwerb, Betroffene blieben taubstumm und wurden noch im Mittelalter den Geisteskranken zugerechnet.

Hildegard v. Bingen sah die Ursache von Hörstörungen in schlechten Säften (dem Phlegma), die im Magen entstehen und einen Rauch zum Kopf hin aussenden, der das Gehör verstopft. Sie riet, warmen weißen Weihrauch an das betroffene Ohr zu leiten, um den schädlichen Dunst zu vertreiben.

War einer mit Schwerhörigkeit oder Taubheit geschlagen, so sah man als Ursache Schadenszauber, Hexen- oder Dämonenwerk oder die Zeugung zu einem verbotenen Zeitpunkt an.

Als Nothelfer bei Taub- und Stummheit wurde der Märtyrer St. Vitus angerufen.

(s. Behinderte, Ohr, Ohrkrankheiten, Ohrwurm)




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