Kapellan, Kaplan

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Kapellan, Kaplan (v. mlat. cappellanus). Ursprünglich Bezeichnung derjenigen Hofgeistlichen, welchen der Messdienst an den kgl. Pfalzkapellen unterstand, die den Reliquienschatz hüteten und die ihrem Herrn als Berater dienten. Sie wurden nach dem Eigenkirchenrecht von ihrem Herrn ernannt, entstammten üblicherweise dem Adel und konnten in eines der hohen Hofämter oder in das Episkopat aufsteigen. Nach dem Vorbild der kaiserl. oder kgl. Kapellane richteten viele Adelshöfe ein entsprechendes Amt ein, das jedoch mit Nichtadligen besetzt wurde. Im weiteren Verlauf sank die Bedeutung des Amtes auf die eines Hilfsgeistlichen ab, der einem Pfarrer unterstellt ist.

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