Keller




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Keller (mhd. keller, kelre; lat. cellarium = Vorratsraum). Ganz oder teilweise in den Boden eingetiefter Raum unter Wohnhäusern, auch unter Nebengebäuden, unter Türmen und Befestigungsbauten, in Felsen und Bergflanken. Er diente als Lager- und Vorratsraum für Wein, Bier und Nahrungsmittel, als Schankraum (Ratskeller), als Webkeller (wegen der zur Flachs- und Hanfverarbeitung nötigen hohen Luftfeuchte), als Wohnkeller für Dienstboten oder Arme, als Verlies oder geheime Zufluchtsstätte. Als Lagerraum waren die unterirdischen Gewölbe besonders geeignet, da sie eine ganzjährige Temperatur von 6 – 8°C boten. Sie hatten Zugang entweder vom Gebäudeinneren her, oder über einen äußeren Treppenabgang, der als meist kniehoher “Kellerhals” entweder in den rückwärtigen Hofraum oder in die frontseitige Straße bzw. Gasse vorsprang, und so deren Verkehrsfläche einengte. Seit dem 14. Jh. wurden städt. Verordnungen zum Rückbau oder Abriss von straßenseitigen Kellerhälsen erlassen. In Patrizierhäusern konnten Keller imponierende Ausmaße erreichen; so hatte beispielsweise der zweischiffige Keller im Overstolzenhaus zu Köln (um 1230) eine Höhe von 5,5 m und eine Grundfläche von 17,5×12,4 m. Wo der Keller nur etwa mannshoch ausgeschachtet war, kam das Erdgeschoss entsprechend hoch (ca. 1 m) über dem Straßenniveau zu liegen. Einfach unterkellerte Häuser erhielten mitunter nachträglich ein Tiefkellergeschoss. Sma. Neubauten waren oft von Anfang mit einem zwei- oder dreigeschossigen Keller angelegt. Diese konnten bis zu 300 m² Nutzfläche und eine Höhe bis zu 2 m haben. Wo die Häuser auf Sandsteingrund erbaut wurden, diente der für die Kelleranlage ausgebrochene Stein als Baumaterial für das darüber aufgehende Mauerwerk.

Keller als Orte der Finsternis und Abgeschiedenheit und dumpf verfremdeten Geräusche wurden als unheimlich empfunden und galten als Aufenthaltsorte von Kobolden und Gespenstern.

(s. Eiskeller, Stadthaus, Vorratshaltung)




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