Konziliarismus

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Konziliarismus. Die Auffassung, dass das Allgemeine Konzil in seiner Entscheidungsgewalt über dem Papst steht. Diese Lehre geht bis ins 12. und 13. Jh. zurück, ihre Hauptvertreter waren Marsilius von Padua (ca. 1275 – 1343), William von Ockham (ca 1285 – 1349), Konrad von Gelnhausen (um 1325 – 1390), Johannes Gerson (1363 – 1429) und Nikolaus Cusanus (1401 – 64). Die konziliare Bewegung wurde durch die skandalösen Zustände während der Papstschismen gestärkt, trat auf den Konzilien von Konstanz (1414-18) und Basel (1431-49) kraftvoll und selbstbewusst auf, zu selbstbewusst für den amtierenden Papst Eugen IV., der das Basler Konzil verfluchte und ein eigenes, papstfreundliches Konzil nach Ferrara/Florenz einberief. Der Konziliarismus verlor am Ende des Mittelalter machtpolitisch an Bedeutung (und wurde in der Neuzeit dogmatisch verurteilt).

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