Kork

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Kork (v. niederld: kurk, korck; über span. corcho aus lat. cortex = Baumrinde; seit dem 16. Jh. im Deutschen gebräuchlich). Aus der Rinde der im Mittelmeerraum beheimateten Korkeiche (Quercus Suber, ein immergrüner Laubbaum) gewonnenes leichtes, elastisches, schwimmfähiges und wasserabstoßendes Material. Die Korkrinde ist erst bei Bäumen ab einem Alter von 40-45 Jahren dick genug zur Ernte. Sie wächst nach dem Schälen neu und kann nach jeweils etwa 10 Jahren wieder geerntet werden.

Den Mittelmeer-Anrainern war Kork seit vorchristl. Zeit vertraut als Schwimmer für Fischernetze, als Ankerboje, als Schwimmhilfe, als Material für Schuhsohlen und – in zylindrischer Form – als Stöpsel für Flüssigkeits-Gefäße verschiedener Art. Im nördl. Europa blieben Kork und Kork-Verschlüsse bis ins Spätmittelalter unbekannt, man verschloss Fässer und Krüge mit Holz- oder Keramikstopfen, die man für längere Lagerhaltung mit Wachs, Harz oder Pech abdichtete. Erst im 15./16. kamen – wohl zuerst im Bereich der Medizin, Alchemie und Pharmazie – Korkenverschlüsse für Flaschen, Kolben und Phiolen auf. Der Rand des Flaschenhalses war wulstförmig verbreitert, um einen Bindfaden als Sicherung des Korkens Halt zu geben.

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