Krankensalbung




Krankensalbung (lat. unctio infirmorum). Nach christl. Auffassung sind körperliche und seelische Gesundheit eng miteinander verbunden und beeinflussen sich wechselseitig. Der wesentliche Zweck der Krankensalbung liegt in der Beseitigung der aus der Sünde stammenden geistigen Unreinheit und Schwäche und somit einer Stärkung des leiblichen Befindens. Als Sakramentshandlung obliegt sie dem Priesteramt. Die mittelalterliche Kirche baute eine ganze Liturgie um den Krankenbeistand auf. Dazu gehörte – neben Krankenbesuch, Gebet, Beichte und Kommunion – auch die Salbung des erkrankten Organs, und/oder der Sinne (Augen, Ohren, Mund, Nase, Hände), der Brust, Schultern, Lenden und Füße, mitunter auch des ganzen Körpers mit konsekriertem Salböl. Die Salbung konnte – wie eine andere medizinische Behandlung – täglich bis zur Genesung wiederholt werden. Das Sakrament der Krankensalbung wurde umso bereitwilliger gespendet, je vermögender der Patient war – ließen sich doch viele Diener der Kirche, entgegen kirchlichem Verbot, die Handlung bezahlen. Zur Bekämpfung dieser Unsitte machte man im 13. Jh. aus den “freiwilligen” Gaben ein festes, strafbewehrtes Forderungsrecht (“De oleo sacro tres obuli dandi sunt et non ultro.”). Da nach einem Fehlglauben vieler mittelalterliche Christen, wonach die Krankensalbung vergleichbare Wirkung wie die Priesterweihe habe und nach allfälliger Genesung zu einer “vita religiosa” (mit büßerischer Lebenshaltung und sexueller Enthaltsamkeit) verpflichtete, zögerte man den Empfang des Sakraments bis zur Todesnähe hinaus. So wurde aus der unctio infirmorum eine extrema unctio, die ausschließlich Todkranken vorbehalten war (s. Letzte Ölung).




Geburt und Tod, Ehe und Familie, Religion und das Verhältnis zur Natur … Robert Fossier führt uns ein in die mittelalterliche Welt und erzählt vom Leben derer, von denen wir bislang zu wenig wissen: der einfachen Menschen.

Leicht verständlich und fundiert geleitet das vorliegende Handbuch die Leser durch die komplexe Welt der mittelalterlichen Kleidung. Die Grundlagen und Bedeutungen verschiedener Materialien, Näh-, Stich- und textiler Techniken werden ebenso erläutert wie die Voraussetzungen, Grenzen und Möglichkeiten der Forschung.

"Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" zwei Bestseller von Ken Follett, beide Verfilmungen in einer DVD Sammlung erhältlich. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet.

Eine faszinierende, reich bebilderte Alltagsgeschichte des Mittelalters. Die Popularität des Mittelalters ist seit vielen Jahren ungebrochen. Es sind die konkreten Dinge des Lebens, die besonders faszinieren: Wie lebten und starben die Menschen? Wie feierten sie, wie zogen sie sich an und was aßen sie? Was taten sie bei Krankheit, wie schützten sie sich vor Hitze und Kälte?

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