Magia naturalis

Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Leben im Schatten der Zinnen: Burgen des Mittelalters und ihr Alltag
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Leben im Schatten der Zinnen“ auf 122 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Magia naturalis (Naturmagie, natürliche Magie). Arabische Gelehrte wie Abumasar (8./9. Jh.) und al-Kindi (9. Jh.) entwickelten anhand von Übersetzungen grch. Fachschriften, die ihrerseits auf chaldäischen und persischen Werken beruhten, eigene Theorien zu Astrologie und Alchemie und fügten sie in das System der erlaubten artes (Künste, Wissenschaften) ein. Das Eigenschaftswort “natürlich” bezeichnete in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass unerklärliche Wirkkräfte mit dem Walten Gottes oder von Satan und seinen Dämonen erklärt wurden. Ab dem 12. Jh. gelangten mlat. Übersetzungen arab. Schriften ins christl. Abendland, und gewannen großen Einfluss auf Praktiken von Alchemie, Medizin (s. Iatromechanik, Medicina magica) , Wetterzauber oder der Anrufung von Krankheitsheiligen.

Die Anhänger der Magia naturalis mussten sich unablässig gegen Anschuldigungen wehren, dass ihre Lehre ein Teil der verbotenen “Nekroamntie (Schwarze Magie, s. Magie) sei.

(s. Artes magicae, Astralmagie, Naturwissenschaften, Wunder)

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