Martersäulen

Ebook Lexikon des Mittealters mit 3.900 Seiten und 6.400 Stichworten für Amazon Kindle und als eBook PDF.

Martersäulen (mhd. marter, suel, siul, sul, marterseul). Im Spätmittelalter kam – besonders in den fränkischen Landen – der Brauch auf, aus religiöser Motivation (“ex voto”) oder zur Erinnerung an ein besonderes Ereignis (“Gedächtnismarter”) steinerne Bildstöcke aufzustellen. Im 15. Jh. bestehen sie meist aus einem viereckigen Schaft mit einem ebenfalls viereckigen Gehäuse (Tabernakel, Aedicula), das an einer oder an allen vier Seiten ein Bildrelief trägt. Der Name Marter rührt daher, dass mindestens eine der Reliefs das Martyrium Christi darstellt. Häufig verewigte sich der Stifter durch eine Inschrift. Standorte waren vorzugsweise vielbegangene Wege und Wegkreuzungen, da sich der Stifter von der Gebetsleistung der Passanten Vorteile für sein Seelenheil versprach. (An steinernen Flurdenkmälern kannte man noch Muntatsteine und Sühnekreuze)

Bestseller Nr. 1
Bestseller Nr. 2
Bestseller Nr. 3
Adel bis Zunft, Ein Lexikon des Mittelalters
Adel bis Zunft, Ein Lexikon des Mittelalters
Volkert, Wilhelm (Autor)
23,76 EUR
Bestseller Nr. 5
Nach oben scrollen