Meißen




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Meißen. Slawen hatten im Frühmittelalter am Westufer der Elbe, nahe der Mündung der kleinen Flüsschen Triebisch und Meisa, die Siedlung Misni eingerichtet. Im 10. Jh. wurden deren Einwohner christianisiert, es ließen sich dt. Händler nieder, die von Heinrich I. mit Privilegien ausgestattet und 929 durch eine Burg geschützt wurden. 965 wurde der Ort Mittelpunkt der von Otto I. gegründeten Markgrafschaft Meißen, 968 Bischofssitz. Um das Jahr 1000 erhielt Meißen das Marktrecht, 1150 wird es erstmals urkundlich als Stadt erwähnt und noch vor dem Ende des 12. Jh. wurde die Stadtbefestigung errichtet. 1089 bekam Heinrich I. aus dem Hause der Wettiner die Markgrafenwürde verliehen. Seine Nachkommen stiegen in den Reichsfürstenstand auf. Unter markgräflicher Herrschaft erlebte die Stadt eine Zeit wirtschaftl. Blüte. Schon im 13. Jh. bestand eine steinerne Brücke über die Elbe. Von 1471 an baute Arnold von Westfalen, einer der bedeutendsten Baumeister des SMA., die Albrechtsburg über den Dächern der Stadt zur Residenz der sächsischen Kurfürsten aus; der spätgotische Bau gilt als erser Schlossbau Mitteleuropas. Kennzeichnende Stilelemente sind großflächige Vorhangbogenfenster, scharfkantige Zellengewöbe, gedrehte und gekehlte Pfeilerbasen und raffinierte Treppentürme (“Wendelstein”). Typisch gotische Elemente wie Spitzbogen, Wimperge, Fialen oder Strebepfeiler treten dagegen zurück.

Das Stadtbild Meißens wird beherrscht von dem auf dem Burgberg über dem Elbufer gelegenen Dom (11. – 14. Jh; got., abschnittsweise über einem roman. Vorgängerbau errichtet; Lettner und Figurenschmuck von Meistern der Naumburger Bauhütte), der ehemaligen Bischofsburg und der benachbarten Albrechtsburg (15. Jh.). Im Stadtbereich sind die ehemalige Augustiner-Chorherren-Stiftskirche St. Afra (13. Jh.), die spätgot. Frauenkirche (15. Jh.) und das spätgot. Rathaus (um 1492, schöne Blendgiebel) erhalten.




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