Meistersang




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Meistersang. Der klassische höfische Minnesang verstummte Anfang des 14. Jh. mit dem Niedergang des Rittertums und dem Aufstieg des städtischen Bürgertums. Schon vorher hatten indes Reichtum und kulturelles Ansehen der Städte die Musikkünstler angezogen. Heinrich von Meißen (gest.1318) gründete die erste Meistersinger-Bruderschaft (neuzeitl. Schule) in Mainz. Es folgten weitere Schulgründungen in Colmar, Augsburg, Straßburg, Freiburg, Frankfurt a.M., Würzburg und Nürnberg. Anfänglich wirkten fahrende Meister (Hans Rosenplüt, Michel Behaim) und Schulen nebeneinander, später gab es nur mehr die städtischen, streng reglementierten Schulen. Musikalische Quellen waren Minnesang und Sangspruchdichtung, volkstümliche Gesänge, Lieder fahrender Sänger und Spielleute und die Gregorianik. Die Meistersinger begriffen ihre Kunst als erlernbar wie jedes beliebige Handwerk, und organisierten sie ähnlich ihren Zünften. Je nach Kenntnis der Tabulatur, des Regelwerks des Meistersangs, wurden die Sänger in Schüler, Schulfreund, Singer, Dichter und Meister eingestuft. Die Einhaltung der Regeln wurde vom Merker überwacht. Die Form eines Liedes wurde höher als der Inhalt bewertet, der Wert eines Liedes wurde allein nach der Tabulatur bemessen. Ein Lied (Bar) bestand aus einer ungeraden Zahl (meist drei) von Strophen (Stollen) und gliederte sich in Aufgesang und Abgesang; der Liedtext wurde als “Gesätz”, die Melodie als “Weise”, Melismen als “Blumen” bezeichnet. Der Begriff “Gebende” stand sowohl für das Reimschema als auch für die Meistersangstrophe und den Liedtext. Strophenbau, Reimschema, metrisches Schema und Melodie zusammen wurden ®”Ton” (auch wise) genannt. Die Töne erhielten zur Unterscheidbarkeit Namen, die uns heute recht absonderlich anmuten: roter Ton, blauer Ton, Blutton, geschwänzte Affenweis, traurige Semmelweis, Fettdachsweis, gläserner Halbkrügelton, Blauritterspornweis oder abgeschiedene Vielfraßweis. (s. Meistersinger)




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