Mondsichelmadonna

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Mondsichelmadonna (Kunstmotiv). Aus der mittelalterliche Buchmalerei und über das Andachtsbild entwickelte sich im 14. Jh. die plastische Figur der auf dem Monde fußenden Madonna. Das Bild geht zurück auf das “apokalyptische Weib” aus der Offenbarung Johanni (12, 1-18), wo von einer Frau geschrieben steht, einer himmlischen Hoheitsgestalt, welcher der Mond zu Füßen liegt. Im frühen Christentum wurde das “apokalyptische Weib” mit der Kirche Christi gleichgesetzt, ab dem 12. Jh. versinnbildlichte es die Gottesmutter Maria. Die Jungfrau wird häufig triumphierend im Strahlenkranz der wahren Sonne dargestellt (“Strahlenkranzmadonna”). Der Mond erschien zunächst als Vollmond (Beispiel: “Hirschmadonna”, um 1370, heute Angermuseum, Erfurt), ab dem 15. Jh. bevorzugte man die Mondsichel, als Bild des Vergänglichen, des sich ständig Verändernden (Beispiel: Strahlenkranzmadonna, um 1480, St. Margareta, Düsseldorf-Gerresheim).

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