Müstair




Jetzt neu verfügbar, das umfassende Lexikon über das Mittelater, mit mehr als 3.900 Seiten und über 6.400 Einträgen. Download als eBook ist hier verfügbar.

Das Nachschlagewerk gibt einen umfangreichen Überblick über die Zeit des Mittelalters, erfahre hier mehr darüber!

Müstair (Kloster St. Johann; der rätoromanische Name leitet sich her von Monasterium). Im schweizerischen Kanton Graubünden gelegenes Benediktinerinnenkloster, das im letzten Viertel des 8. Jh. als Residenz und Eigenkloster des Bischofs von Chur gegründet worden war und 806-881 den Status eines Reichsklosters hatte. Im 12. Jh. war der Mönchskonvent in ein Frauenkloster umgewandelt worden.

Nach der Klosterlegende geht die Stiftung auf Karl d. Gr. zurück, der auf der Rückreise von der seiner Krönung zum König der Langobarden (774) in einen Schneesturm geraten und knapp dem Tod entronnen sei; als Dank für die Rettung habe er das Kloster gestiftet. Ausschlaggebend für die Gründung dürften reichs- und diözesanpolitische Gründe gewesen sein. Die Altersangabe wird durch dendrochronologische Befunde gestützt.

Die karolingische Klosterkirche Sancti Johannis Baptiste in Monasterio war ursprünglich eine flachgedeckte Saalkirche mit fünf Apsiden, von denen drei erhalten sind. In got. Zeit wurde der ungegliederte Kirchenraum durch eingezogene Stützen und Gewölbe stark verändert.

Ins 11. Jh. fällt der Neubau der bischöflichen Residenz im Klosterbezirk; es entstanden der viergeschossige, zinnenbekrönte Plantaturm (ältester Wohn- und Wehrturm der Schweiz, benannt nach der Bauherrin, der Äbtissin Angelina Planta), der Kreuzgang und die Doppelkapelle St, Ulrich und St. Nikolaus.

Die Kirche St. Johann birgt als besonderen Schatz einen karolingischen und romanischen Freskenzyklus, der in ca. 100 Einzelszenen Geschehnisse aus dem Alten und Neuen Testament sowie aus Heiligenleben vor Augen stellt. Farblich sind die Bilder von Rotbraun beherrscht, stilmäßg an spätrömischen und byzantinischen Vorbildern ausgerichtet. Den Höhepunkt der Bildertheologie bildet die Darstellung des Jüngsten Gerichts, die älteste Monumentaldarstellung zu diesem Thema. Die im 15. Jh. übertünchten Fresken wurden Ende des 19. Jh. wiederentdeckt und werden seither restauriert.

Die kulturhistorisch bedeutende Klosteranlage ist seit 1983 schweizerisches Weltkulturerbe der UNESCO.




Das Lexikon,  als digitales eBook, über das Mittelalter mit 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträgen, gibt einen umfassenden Überblick über die Zeit des Mittelalters. Vom Ablass, über Blutpfennig und Kernburg, bis zu Zunftordnung und Zwölf Alte Meister. Ein eBook als Nachschlagewerk, das die Aspekte der europäischen Geschichte, Gesellschaft und Kultur von 500 bis 1500 n. Chr.  abdeckt.

Das eBook jetzt für nur 6,99 EUR, inkl. MWST kaufen, sicher über unseren Partner digistore24 herunterladen

Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseite zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseite sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung und Cookie-Richtlinie.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen