Pharmazie

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Lexikon des Mittealters Leben im Schatten der Zinnen: Burgen des Mittelalters und ihr Alltag
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Pharmazie (von grch. pharmakeia = Arzneianwendung; lat. medicamentorum curatio). Die Wissenschaft von den Heilmitteln (“Materia medica”), ihren Wirkungen und Anwendungsbereichen beruhten im Mittelalter auf Überlieferung, Empirie und Spekulation. Im Frühmittelalter tradierten in erster Linie Mönche, danach auch studierte Ärzte die Wissenschaft von den Arzneimitteln. Erst aufgrund des von Friedrich II. erlassenen Edikts von Melfi (1240) kam es zur Trennung von Medizin und Pharmazie, zur Ausbildung eines eigenen Standes der Apotheker. Daneben bestand in der Volksheilkunde ein überliefertes Heilmittelwissen, an dem vor allem Hebammen, Kräuterweiber, Wundärzte und Bader teilhatten. (Neben durchaus richtigem Wissen um die Auswirkung bestimmter Mittel gab es wohl ebensoviel krausen Aberglauben. Aber noch die unsinnigste Medizin mochte im Sinne eines Placebos Wirkung machen.) Im Spätmittelalter fand eine Pharmazeutisierung der Medizin statt, die sich in der Medizinliteratur durch wahre Rezeptar- und Traktatfluten bemerkbar machte.

Bis zum Ende des Mittelalter war die Unklarheit bezüglich der pharmazeut. Fachterminologie (confusio nominum) dadurch weit fortgeschritten, dass zu den üblichen lateinischen bzw. dem Griechischen und Arabischen entlehnten Termini nun auch die volksprachlichen Ausdrücke (Vernakularnamen) traten, die fortan in wachsender Zahl das pharmazeutische Fachvokabular bildeten, und ihrerseits zum Teil latinisiert worden sind.

(s. Antidotarium, Apotheke, Apotheker, Apothekermaße und -gewichte, Arzneibuch, Arzneimittel, Arzneimittelformen, Drogen, Heilpflanzen, Herbarien, Klostermedizin, Rezept)

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