Privilegium minus

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Privilegium minus. Anlässlich der Erhebung Österreichs zum Herzogtum (17.09.1156) durch Kaiser Friedrich I. ausgestelltes Privileg, das dem babenbergischen Herzog Heinrich Jasomirgott von Österreich die volle Gerichtshoheit und ein besonderes Erbrecht (Ius affectandi) sicherte. (Letzteres gewährte Herzog Heinrich und seiner Frau das Recht, bei Kinderlosigkeit einen Nachfolger zu bestimmen.) Durch das Privilegium minus wurde erstmals die Herzogsgewalt auf ein Gebiet bezogen, das nicht mehr Stammesgebiet war. Von daher markiert es einen wichtigen Schritt für die Ausbildung der Landesherrschaft. In dem gefälschten Privilegium maius wird das Recht der freien Nachfolgerwahl vom Fälscher auf alle österreichischen Herzöge ausgedehnt.

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