Profanbauten der Gotik

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Lexikon des Mittealters Leben im Schatten der Zinnen: Burgen des Mittelalters und ihr Alltag
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Profanbauten der Gotik. Neben dem Kirchenbau brachte die Gotik in Deutschland bis zum Spätmittelalter eine wachsende Zahl von Rathäusern, Tuchhallen und Gewandhäusern, Bürgerhäusern, Kornhäusern und Fleischhallen, Hospitälern und Badhäusern hervor, dazu Burgen und städtische Wehrbauten.

Vorbildhafte Beispiele für den gotischen Burgen- und Befestigungsbau sind Burg Eltz (im wesentlichen aus dem 13. Jh.), Burg Karlstein in Böhmen (erbaut 1348 – 57) und die Marienburg an der ehemals westpreußischen Nogat (erbaut ab 1272) sowie die Stadtbefestigungen von Neubrandenburg und Tangermünde.

Die städtischen Torbauten hatten nicht nur fortifikatorische, sondern auch durchaus repräsentative Funktion. Hierfür seien als Beispiele genannt: die Brückentürme der Prager Karlsbrücke (der östliche, 1391 von Peter Parler begonnen, gilt als der schönste gotische Turm Mitteleuropas); der Prager “Pulverturm” (1475 begonnen); das machtvolle Holstentor zu Lübeck (1477); das monumentale Krantor zu Danzig (1411).

In den städtischen Rathäusern versinnbildlicht sich das Selbsbewusstsein einer Bürgerschaft, die dem Adel öffentliche Rechte abgetrotzt hatte. Die Skala der Beispiele reicht von bescheidenen Fachwerkbauten (Rathaus zu Michelstadt, 1484) bis zu zu den hochstilisierten Blendfassaden-Rathäusern wie z.B. in Münster, Stralsund, Lübeck, Brandenburg und Tangermünde.

Lagerhäuser, Gildenhäuser, Krankenhäuser, Altenhospitäler, Stadthäuser und Gebäude mancherlei anderer Bestimmung zeugen von den differenzierten Bedürfnissen der Epoche, ihr architektonisches Erscheinungsbild vom Gestaltungswillen der Zeitgenossen.

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