Regenbogen, Barthel

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Lexikon des Mittealters Leben im Schatten der Zinnen: Burgen des Mittelalters und ihr Alltag
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Regenbogen, Barthel (gest. nach 1318; der Vorname erscheint erst im 16./17. Jh.; der Sänger trug wohl den Spielmannsnamen “Rege den [Fiedel]-Bogen”). Wahrscheinlich Schmiedemeister aus Schwaben, später fahrender Spruchdichter und Meistersänger, als cantor in Tiroler Rechnungsbüchern bezeugt. Wie die kürzlich entdeckten Totenklagen Regenbogens belegen, ist er auch in den Westen und Norden Deutschlands gekommen. Dafür, dass er Schmied gewesen sein könnte, wie in der meistersingerlichen Literaturgeschichte behauptet wird, könnte eine Miniatur in der Manesseschen LHS sprechen, die ihn als Waffenschmied mit Dichterkranz im Disput mit Heinrich von Meißen (Frauenlob) zeigt. Er war dessen Zeitgenosse und führte mit ihm einen wettbewerbsmäßigen Disput u.a. um die Verwendung der Bezeichnung “Frau” oder “Weib”. Die beiden verfeindeten Konkurrenten trafen sich wenigstens ein Mal und zwar vor Rostock, um in der Manier des fiktiven Wartburgkriegs im Fürstenpreis zu wetteifern. Ein Regenbogen zugeschriebenes Sterbelied auf Heinrich lässt auf eine vorausgegangene Versöhnung der beiden schließen: Regenbogen hofft, den Sänger im Himmel wiederzusehen.

Von dem umfangreichen Werk Regenbogens ist aus alter Überlieferung nur Weniges erhalten geblieben. Dagegen nehmen seine Werke in der Colmarer LHS und in den spätmittelalterliche Meisterliedersammlungen breiten Raum ein.

Regenbogen werden zahlreiche Töne zugeschrieben; sein Langer Ton galt den Meistersingern als einer der “Vier gekrönten Töne”.

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