Reisläufer

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Reisläufer, Reisleute (v. mhd. die reis louffen, zu reiß ziehen). Im Spätmittelalter vor allem in der Schweiz gebräuchliche Bezeichnung für unberittene Reisige, die sich in den Sold ausländischer Kriegsherren stellten (Frankreichs, der Habsburger, der Päpste oder mächtiger Städte wie z.B. Mailand). Reisläufer waren meist nachgeborene Bauernsöhne aus armen Bergregionen, die einen Lebensunterhalt suchten. Ihre Bewaffnung bestand vor allem in Langspießen und Hellebarden daneben in Armbrust, Degen und Dolch, später auch in Handfeuerwaffen. Das Reisläufertum insbesondere von Schweizer Fußvolk ist im 13. Jh. aufgekommen, hatte seine größte Verbreitung in der FNZ., wurde im 19. Jh. abgeschafft und hat sich als später Nachklang in der vatikanischen “Schweizer Garde” bis heute erhalten.

(s. Fußvolk, Söldner)

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